Gunter Brand pflegt Millionenwerte

Der Mann hält in der Feuerwache Waltershausen Fuhrpark
 und Wagenhalle auf Vordermann

 

VON WIELAND FISCHER 

Waltershausen. Gunter Brand, ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann - wie viele in Stadt und Land. Nur auf etwas ist der Waltershäuser bei seinem freiwilligen Dienst besonders stolz: die Wagenhalle der Feuerwache Waltershausen. “Darin ist es so ordentlich und sauber wie in keiner anderen weit und breit“, stellt er mit einem Anflug von Stolz fest. Selbstbewusst fügt Brand hinzu: Maßgeblich sei das sein Verdienst. Denn er bringe sich dafür voll und ganz ein.
„Mancher sagt, ich hätte Zeit“, weiß er und verweist auf seine Erwerbsunfähigkeit. Aber statt zu Hause zu sitzen und die Daumen zu drehen, gehe er lieber zur Feuerwache und kümmert sich um Ordnung im Fuhrpark. „Ich nehme mir einfach die Zeit, damit alles hier an seinem Platzt steht“, wie er sagt.“ Es ist so sauber, da könnte man glatt vom Fußboden essen."
Die Fahrzeuge glänzen außen wie innen. Alles liege an seinem Platz – griffbereit. Im Notfall, beim Löschen von Bränden, beim Bergen von Verunglückten kann dies entscheidend sein. „Da muss man hinterher sein“, findet Brand. Im Schnitt verwende er drei Tage die Woche, um Fahrzeuge und Halle auf Vordermann zu bringen. Sein Beweggrund auch: Den Feuerwehrleuten seien Millionenwerte anvertraut. „So schnell gibt es nichts Neues", weiß Brand und verweist auf den Rüstwagen (Baujahr 1991). Dank guter Wartung ist der nach wie vor einsatzfähig.
Der Landkreis will der Waltershäuser Feuerwehr ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) zur Verfügung stellen. Deren Kameraden haben vergangenes Jahr vom Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) Immelborn einen ausgemusterten Tanklöschwagen S 4000 (Baujahr 1959) mitgebracht und in mühevoller Kleinarbeit wieder aufgebaut. Dieses Jahr zur 150-Jahrfeier der Waltershäuser Feuerwehr soll er präsentiert werden.

Hier steht alles an seinem Platz: ln der Wagenhalle der Feuerwache Waltershausen
sorgt Gunter Brand für Ordnung. Foto: Wieland Fischer

Thüringer Allgemeine vom 22.02.2016